Biografie

Ausbildung und frühe Entwicklung

Sonja Béets schloss ihr Orgel- und Klavierstudium am Sweelinck-Konservatorium in Amsterdam cum laude ab. Nach ihrem Studium spezialisierte sie sich auf Kammermusik – insbesondere die Liedkunst – bei George van Renesse und Nelly Wagenaar sowie in Meisterkursen im In- und Ausland, unter anderem bei Györgi Sebök.

Sie trat in den Niederlanden und international auf, unter anderem in Antwerpen, Mecheln, Brüssel, Berlin, Essen, Dresden, Paris und New York. Ihre Kompositionen wurden in den Niederlanden, Belgien, England und den Vereinigten Staaten ausgestrahlt.

Parallel zu ihrer musikalischen Entwicklung beschäftigte sie sich mit nichtwestlicher Philosophie, Kultur und Musik. In diesem Zusammenhang erlernte sie das Sarangi-Spiel im Dhrupad-Stil, der ältesten devotionalen Tradition der nordindischen Musik. Zudem absolvierte sie Ausbildungen in Psychologie, die ihre künstlerische und persönliche Entwicklung weiter bereicherten.

Künstlerische Aktivitäten

Neben ihrer Tätigkeit als ausführende Musikerin ist Sonja auch als Komponistin, Malerin und Dichterin aktiv. Sie veröffentlichte einen Gedichtband im Selbstverlag und stellte an verschiedenen Orten aus, unter anderem im Gotischen Saal des Staatsrats in Den Haag.

Seit 1989 komponiert sie intensiv, angeregt unter anderem durch Györgi Sebök, Martijn van den Hoek, Herman Ulhorn und Bernard Kruysen. Für ihr Ensemble Purusha schreibt sie regelmäßig neue Werke, inspiriert von der Persönlichkeit und dem Klang der beteiligten Musiker. In ihren Liedern sind alle Stimmen gleichwertig; Gesang und Instrumente bilden eine untrennbare Einheit.

Projekte und Initiativen

1997 gründete sie gemeinsam mit anderen die Stiftung Muzenstede, die sich der Förderung der Integration und Symbiose zwischen Mensch und Kunst sowie der Zusammenarbeit verschiedener künstlerischer Disziplinen widmet. Aus dieser Vision heraus initiierte sie im Jahr 2000 das Projekt Der Musikalische Stadtspaziergang in Wijk bij Duurstede, für das sie neun Gedichte von Willem de Mérode vertonte und eine Aufnahme produzierte. Das Projekt erhielt landesweite Aufmerksamkeit, unter anderem im Radio und Fernsehen, und markierte ihr offizielles Debüt als Komponistin.

2003 vollendete sie die Kammeroper Der Arglos-Unschuldige (De Argeloze) nach einem Libretto von Tom Sol nach Voltaire. In den folgenden Jahren arbeitete sie an verschiedenen multidisziplinären Projekten, darunter eine Präsentation zum flämischen Kulturerbe im Jahr 2005. Ihr Werk für Carillon, Had we the wings…, wurde 2009 als Pflichtstück für die öffentlichen Prüfungen mit großer Auszeichnung der Königlichen Carillonschule „Jef Denyn“ in Mecheln ausgewählt.

Frankreich und jüngere Aktivitäten

Seit 2007 lebt und arbeitet sie in Frankreich, wo sie die Struktur La Grange des Arts sowie den Chor Chant’enscène gründete. Sonja organisiert Hauskonzerte und tritt mit verschiedenen Musikern und Künstlern auf, für die sie regelmäßig neue Kompositionen schreibt, darunter ein Cellokonzert (2016).

Seit 2009 spielt sie außerdem keltische Harfe. Ihre Musik wird von DMP / UMMP in Antwerpen verlegt.

Aktuelle Arbeit

Derzeit arbeitet sie an einem Buch über die persönlichen und gesellschaftlichen Folgen dysfunktionaler Familien und narzisstischer Verletzungen.